53. Gesundheispolitisches Forum – September 2013

Migration und Gesundheit – Wie kann Österreich besser werden?

In Österreich leben etwa 1,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Informationsbedingte, kulturelle und kommunikative Barrieren führen zu Unter-, Über- und Fehlversorgungen von Migranten und zu Hemmschwellen medizinische oder pflegerische Angebote in Anspruch zu nehmen, vor allem in der (aufgrund des demographischen Wandels immer größer werdenden) älteren Bevölkerung. Dies hat negative Auswirkungen auf ihren Gesundheitszustand und verursacht überdies erhebliche Mehrkosten für das österreichische Gesundheits- und Sozialsystem. Studien belegen zudem, dass gewisse Gesundheitsrisiken bei Personen mit Migrationshintergrund (bzw. bei spezifischen Gruppen) häufiger auftreten oder zu einer stärkeren Ausprägung von Krankheitsbildern führen. Weiters werden Programme zur Prävention und Gesundheitsförderung weniger in Anspruch genommen.Zu Gast am Podium zu dieser Thematik waren Dr. Ursula Trummer, Center for Health and Migration, Dr. Sigrid Pilz , Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft, Mag. Peter McDonald, Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft, Dr. Türkan Akkaya-Kalayci, FÄ für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, FÄ für Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Universitätsklinik für Kinder-u. Jugendpsychiatrie, Lehrgangsleiterin „Transkulturelle Medizin u. Diversity Care” der Medizinischen Universität Wien, Dr. Martin Gleitsmann, Wirtschaftskammer Österreich. Die interessante Podiumsdiskussion mit zahlreichen interessierten TeilnehmerInnen wurde von Martin Rümmele, Wirtschafts- und Gesundheitsjournalist moderiert.

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